Unbekannter Elan

Mond Wolke
Nein das ist nicht wahr. Es ist passiert. Es liegt nicht an ihm. Es liegt an mir. Es wurde Zeit. Aber der Reihe nach.

Das Tagwerk macht müde. Am Ende des Tages dachte ich aber nicht daran in das wohlige Bett zu steigen. Irgend etwas regte sich in mir. Es war unruhig. Ruhelos tigerte ich durch die Wohnung. Treppauf, treppab – um am Ende gestiefelt und gespornt vor der Tür zu stehen. Und ich ging einfach los.

Die kühle Abendbrise umstrich meine Wangen. Wohlig nahm ich die Bewegung, den zarten Hauch, das Steicheln des Lufthauches wahr. Wie eine Liebkosung spürte ich das Streichen der Luft au der Haut und ich setzte einen Schritt vor den anderen. Langsam nahm ich das Wetter auf. Hinter den Wolken verbarg sich der Mond. Hell schien er schon, aber er blieb versteckt. Das Wetter war klar. Und dann passierte es das erste mal. Ich fing laut an zu reimen, zu proklamieren, Wörter aneinander zu reihen und lauschte dem Klang hinterher. Nein, die Worte gehören nicht hierher.

Wenig später lag ich am Boden um die Kamera abzusetzen und den Mond hinter den Wolken auf ein Bild zu bannen. Die Häuser am Parkrand wirkten unbewohnt, verlassen. Kein Lichtschein – kein Leben. Ich stand wieder auf und ging weiter. Es ging wieder los, die Worte sprudelten nur so aus mir raus. Ringsherum keine Menschenseele.

Irgendwann wurde mein Gang ruhige,r langsamer und ich nahm wieder die kühle Brise an meinen Wangen wahr. Noch ruhiger umstreifte der Wind die Wangen. Es war als wollten die äußerten Äderchen der Wangen sich ihm entgegenstrecken. Langsam zog ich durch die Nase die Luft ein. Es war keine Wolke mehr am Himmel zu sehen. Klar schien der Mond.

Ich hatte meine Ruhe gefunden, lenkte die Schritte nach Hause und fiel in einen langen tiefen Schlaf.

mond Klar

Und jetzt scheint er wieder. Hell und klar. Der Mond. Keine Wolke am Himmel. Und ich habe den Dachboden leer geräumt – Ein Zimmer voller Kisten in mehreren Etagen. Woher kam die Energie dafür?

8 Kommentare zu „Unbekannter Elan

  1. Die Telomere ausgestreckt…wachsen lassen. Die Energie bewusst wahrgenommen. Wunderbar!
    Nicht nur der Eintrag auch die Fotos sind megaplatinbrillantös. Du könntest die ruhig auch mal größer einstellen. 😉
    Ganz herzlich zur Nacht

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  2. Andere Bilder gerne. Die beiden sehen gerade in dieser Größe toll aus. Die kleine Knipse genügt mir nicht. Für größere Ausschnitte werd ich mich anders auf die Lauer legen müssen. Wir werden sehen.
    Der Himmel färbt sich zum Norden leicht rot. Was tut er wohl zur Süd-Seite heraus. Ein Wolkenb….. schwupp di wupp – am Fenster steh und PC vergess‘

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    1. Ich finde beide grandioooooos! Aber das obere Bild ist total faszinierend! Ein wahrlich toller Schuss!!!!!!!!!!!!!
      In manchen Nächten kann ich sogar noch Sternschnuppen erhaschen 🙂
      Dieses Jahr habe ich besonderes Glück, dass sie sich mir zeigen. Sozusagen ein Himmelsgeschenk 🙂 Wenn ich des Nachts so draußen stehe, alles finster ist, kein Mucks im Umfeld zu hören, vermeine ich vibrierende Gongs aus dem Universum zu spüren. Als stünde ich nicht auf der Erde, sondern auf dem Schwesternplanet Venus. Sie umrundet die Sonne auf eine nahezu vollkommene Kreisbahn in rund 108 Millionen Kilometer Abstand. Merkur und Venus sind günstig zu beobachten. Aber manchmal steh ich direkt drauf! 🙂 *grins*
      Grüße in den Abend

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        1. 180cm…oder vielleicht doch schon 2 cm eingegangen? *lach*
          Allerdings meine Frequenz reicht weit bis ins Universum…wenn ich nur will *hehehe*

          Allerdings zum Mars muss ich nicht unbedingt, dort ist mir grad zuviel los.
          Der umrundet die Sonne auf einer elliptischen Bahn zwischen 206 Millionen und 249 Millionen Kilometer! Die Umlaufzeit liegt bei 687 bis 780 Tage! dabei ist dieser Marsmugel von unserer Erde „nur“ bis zu 100 Millionen Kilometer entfernt. Auf der Reise dorthin sollte man sich die eine oder andere Jause mitnehmen 😉

          ich bleib jetzt mal eine Weile auf der Venus.

          Grüße von daher in den Morgen

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  3. Eure Kommentare lesen sich gut – kraftvoll träumen, ja, das wollen wir, sich in und wieder besinnen. Energie tanken – ohne Worte – und dann – auf allen Ebenen aufräumen :-). Es tut sich fast von selbst.
    Ich wünsche Dir und Schattenwaschen – was für eine Wortwahl!!! – einen guten Tag, bmh

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