Stille

Blätter auf Baumstumpf

Es wird stiller und stiller. Ungewollt und doch herbeigeführt. Der Drang,
Worte zu verlieren, im Netz der Welten, schwindet. Es kehrt eine Ruhe ein, die vieles übertönt. Es verschwinden Dinge, andere melden sich mit Macht zu Wort. Die, die sich mit Dunkelheit, Trägheit, Grübeln verbinden sind mächtig und sie bäumen sich auf. Sie springen mich an und fesseln mich. Und so lange ich mich fesseln lasse, bin ich gefesselt.

Es gibt etwas anderes, es muss nicht lichter sein. Es darf anders sein. Alles was ich der Fesselung entgegensetze, und sei es eine noch so kleine Veränderung im Alltag – ich lächele am Morgen in den Spiegel – dieses gibt dem Tag einen anderen Hauch. Und der kommt von innen. Ich kann das tun – ich kann das nicht tun.

Die Welt um mich herum dreht sich. Alles wird schneller, unruhiger und müder. Jeder nimmt mehr Druck an. Auch ich, ich nehme mich nicht aus. Es tut aber weh zu sehen – je mehr Druck ich annehme – desto weniger Zeit bleibt Zeit für meine anderen mir lieben Menschen und am Ende für mich selbst und am Ende noch weniger Zeit für meine anderen, mir lieben Menschen.

Armand Amar Poem Of The Atoms

Es war nun vor zwei Jahren, ich begann ein Studium mit dem Ziel Yoga zu Lehren zu lernen. Am Anfang sagte mir ein Mensch: Du wirst ein anderer sein. Ich konnte es nicht fassen, nicht begreifen. Und doch weiß ich jetzt schon – es ist so. Ich weiß noch nicht, was kommt. Ich weiß aber – ich mag es.

Schließe Deine Augen – Er lebt in Dir

Es ist ein eigener Weg, der nicht ewiglich im Schweigen enden wird. Ein Keimling braucht Schutz und Nahrung. Für mich ist es ein Stück Stille, die ich ich mir mehr und mehr gönne. Es ist eine Stille für mich. Es kann für andere Laut erscheinen – weil es ist eine Veränderung. Das ist nicht immer einfach für mein Gegenüber – aber es tut beiden Seiten gut. Jeder darf für sich sein, das scheint mir wichtig.

Freund sein heißt – da zu sein – zu hören, so wie es in dem Moment ist. Was braucht der Andere? Und auf der anderen Seite – wann ist es Zeit, dem Freund zu helfen – dem Freund zu helfen. Auszuhalten, was Freund gerade braucht ist eine hehre Aufgabe und bedarf des Wissens – ich und/oder Freund. Es gibt das stille Meer und das bewegte Meer.

Können wir das Glauben?

Ich möchte wieder frei reden können- Etwas hält mich zurück, läßt mich innehalten. Heute war es anders. Diese Gedanken wollten heraus. Alles, was wir in Worte fassen, auf einen Fetzen Papier schreiben ist festgehalten – nicht losgelassen.

Rosenstolz – Lass es Liebe sein – fang An

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