Anders –

Veränderungen gehen verschiedene Wege. Nun ja, Veränderungen können keine Wege gehen. Sie vollziehen sich. Ich lerne, wie sich Veränderungen in uns gemächlich vollziehen. Ich kann die Schritte der Veränderungen nicht willentlich wählen. Das hat einen bitteren Beigeschmack. Ich kann nichts erzwingen. Und dennoch bereitet es mir Freude Umstände, zu schaffen, die Veränderungen ermöglichen.

Es gibt etwas in uns, etwas in uns, das uns umgibt. Und je nachdem wie ich mich nähre – mit Bildern, Stimmungen, Natur, Essen, Freunden, Menschen, Leben und auch der Stille, Ruhe, Schlaf – ist dieses Etwas ein ruhiger Begleiter, eine Quasselstrippe, ein Störenfried oder ein sehr nervtötender Begleiter mit kreisenden Gedanken – unser Geist. Das bin aber nicht ICH. Und dieser Geist hat mitunter seine Straßen und Wege, die er unmerklich geht. Wie lange dauert es, bis eine eingefahrene Straße – nehmen wir eine Autobahn – rundum erneuert oder gar zurück gebaut wird? Ich denke, es dauert lange. Es bedarf verschiedener Hilfsmittel, Baustoffe, Zeit und vieler Hände, diese Erneuerung zu vollziehen.

Und so ist es mit den Veränderungen. Ich kann ein Werkzeug wählen und lernen es gut zu gebrauchen. Ich kann viele Werkzeuge verwenden und dennoch bekomme ich den Beton nicht klein. Egal mit welchem Werkzeug wir ausdauernd arbeiten, es werden sich Veränderungen vollziehen. Unmerklich geschieht es, fein und kaum merklich.

Und es kommt ein Tag an dem Du feststellst – so einfach ist das. Es ist nicht mehr da. Es ist ein wenig wie bei Konfuzius. „Lass das was Du liebst, wirklich los. Es wird zu Dir zurückkommen.“ (wieso steht das jetzt hier?) Ich glaube, es entstehen dann die Momente, wo sich Dinge verdichten und diese Begegnungen entstehen, Ereignisse eintreten, die uns umwerfen, los laufen lassen und dann Entschlüsse ermöglichen, die die Vielzahl der kleinen Veränderungen sichtbar werden lassen.

Ich habe den heutigen Tag in vollen Zügen genossen. Es galt ein Haus und einen Garten (nicht den meinigen) für einen besonderen Anlass herzurichten. Es ging nicht darum dies und das bis heute Abend zu erreichen. Wir taten das, was heute unter den Umständen, wie Wetter, die jeweiligen Fertigkeiten und Möglichkeiten der anwesenden Menschen, den vorhandenen Werkzeugen und Materialien, möglich war. Dies geschah in Ruhe und Gemeinsamkeit und am Ende des Tages reckten und streckten wir uns im Nieselregen und zogen unserer verschiedenen Wege. Ich erhielt eine spontane Einladung zum Tee – das war eine Anstoss, ein Stups von außen. Es geschieht einfach so. Ein unerwarteter Fingerzeig ereilte mich. Vielleicht ist es ein Vorbote für einen weitreichenden Entschluss.

Tippel, tapp – ich gehe.

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