Baum fassen

ich stehe da an diesem Baum
es gibt nur eines dort
da sein
empfangen

die Kraft des Waldes
die Kraft der Sonne
die Kraft der Erde
die Kraft, die aus mir kommt,
die Kraft, die aus den Geschöpfen kommt,
die Stille der Natur im Leben

abgeben
die Ruhe
die Leichtigkeit
viele Wünsche
manches Schwere
längst Vergangenes
Knoten öffnen

immer wieder
alles spüren
sich trauen
genießen
annehmen
glauben
vertrauen

da sein
da sein
sein
eins sein

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Ich bin da


denen, denen ich begegnet bin, denen die mich begleiten, denen die ich begleite, denen die aus dem Blick geschwunden sind, denen die gegangen sind

ich gehe jetzt und hier
so wie ich geworden bin
mehr gibt es heute nicht
ich bin nicht gestern
ich bin nicht morgen

ich gehe
und bin schon nicht mehr hier

was morgen ist
ich wollt es wissen
ich will es nicht wissen
ich werd es wissen und nicht wissen

ich kann nicht versprechen
ich bewege mich auf wegen
schnell langsam irrend wirrend

ich gehe jetzt und hier
einladend gestärkt bestärkend offen und ehrlich

meine begleiter
freude zuhören
tränen spass
menschen lebensfreude
spüren trauer
erleben stille
fallenlassen schauen
und und und
loslassen

adestis – ihr helft / ihr seid anwesend

aufm Darß

Ich trage den Duft
von Kiefern
von Heidekraut
von Moos
von Pilzen
von Gras
von Heidelbeere
auf meiner Haut

der Sand
die Sonne
das Meer
berühren die Haut

die Möwe
schwingt sich empor
in die Lüfte
ein Hauch streift meine Haut

dort hinten stehen
die Hirsche

ja ich bin da
immer noch dort
und hier

Dichte


Dichtheit
von Stoffen
macht Körper schwer

Energiedichte
Gemessen an der Fülle
was uns umgibt

verschiedene
andersartig
gleiche

dichte Energie
tumbe Reaktionen
am Ende Ärger

aussteigen – Pause
rein machen
klären

wieder auftauchen

Wortfluss

Bild
Die Worte flüchten vor mir
Ich flüchte vor den Worten
Sie fliessen nicht
Der Geist fließt über
überschwemmt das Empfinden
Still ist es in der Fülle
Still ist es in der wortleeren Hülle
da sind
einige Bilder.

Besucher


Still steht sie da
sie beunruhigt mich
sie lässt den Bauch drinnen beben
sie macht den Atem kurz.

Ich kann nicht los
ich kann nicht ruhen
sie lässt mich nicht tun
sie lässt mich nicht ruhen.

Nie lässt sie mich
fertig sein
immer ist da ein
Hunger.

Sie steht hinter mir
ich werde mich umdrehen
sie ansehen immer wieder
sie schaut immer anders aus

eine Angst.

Heimkehr


An diesen Ort kehre ich heime
nach bewegten beruflichen Tagen
nach schweigsamen urlaublichen Tagen.

Federleicht senken sich Samen
auf mir nieder
wollen gehegt werden.

Die Zeit fliegt
nicht vorbei
sie steht und steht nicht.

Das ist JETZT.

Grmmpf


Alles verklebt.
allmählich eingeschlichen
so klein und fest
es geht nichts
es schwingt nicht frei
der Bauch ist hart.

Ach da ist nichts
hörte ich mich sagen
ach der Zeiger kennt seinen Platz
die Bewegung schien leicht.

Da ist was
es schwingt nicht
es fließt nicht
es ist da.

Bekannt – so ist es
erkannt – so ist es neu
demnächst gebannt – es ist.

(ein Körpergefühl)