Licht im Dunkel


Er führt das Auto gemtülich durch die dunkel werdende Kleinstadt. Die Lampen das Autos beleuchten den Fahrweg. Das Fenster hat er leicht geöffnet. Durch den Fahrtwind bewegt sich die laue Abendluft durch das Fenster. Genüßlich atmet er die laufe vorbei huschende, duftende Luft ein. Er kann das Auto durch die kleinen Straßen gleiten lassen.

Seine Rücktour ist fast beschaulich. Offenen Auges sieht er den ersten Radfahrer. Kaum zu sehen. Die nächsten zwei fahren ruhig auf der Straße. Sie sind aber auch kaum zu sehen. Dunkle Jacken, dunkles Licht, dunkle Radfahrer.

Plötzlich drückt er den Rücken durch. Er ist links abgebogen. Auf der Straße fährt vor seinem Auto bewegt sich etwas Dunkles, ein Radfahrer. Das Fahrrad ist klein und ein kleiner weißer, leerer Drahtkorb ziert den Gepäckständer. Es ist ein kleines Klapprad. Die Fahrt ähnelt einer kleinen Schlangenlinie. Der Radfahrer schert aus. Vom Radweg kommt sein Kumpel runter gefahren. Aah denkt er, daher der Schlenker. Die kleine Straße ist unbefahren, er kann großzügig umfahren. Beide sind kaum zu sehen, auch die Laterne am Rand hilft nicht viel. Kein Licht zeigt an, wo sich die beiden fort bewegen. Die beiden kümmert es nicht.

Er fährt vorbei und zählt auf 3 Kilometer im Dunkeln fünf dunkle Radfahrer ohne Licht.

Der Abend könnte so schön sein. Er läßt die Gedanken an die lebensmüden Radfahrer vorbeiziehen und fährt nach Hause.

Wirtschaft ist Satire

Eines abends im Zeitungskiosk. Ein Reisender betritt den Kiosk. Hinter sich her zieht er einen leicht lädierten Koffer. Die Rollen verursachen ein leicht rollendes Geräusch. Auf dem Rücken thront ein voll gepackter Rucksack. Sein Schritt ist ruhig, fast bedächtigt. Oder ist es ein leicht müder Schritt? Zielstrebig geht er zu den Regalen.

Er streift durch den Kiosk – ein Regal nach dem anderen streift er. Da ist nichts zu finden. Seine Augen gleiten zügig über die Zeitschriften. Er dreht eine zweite Runde und schaut sich verwundert um. Seine Augen schweifen nun über die, über den Regalen angebrachten, Rubriken. Nein, er schüttelt den Kopf. Als wenn es nicht sein kann, das er das gesuchte Blatt nicht findet.

Er wendet seine Schritte zur Kasse. Die beiden Kassiererinnen sind mit dem Abschluss der Kasse beschäftigt. Er wartet einen Moment, dann fragt eine von den Kassiererinnen: „Kann ich Ihnen helfen?“.

„Ja“, antwortet er. „Wo finde ich den Eulenspiegel.“

Ein verwunderter Blick trifft ihn. „Nein das weiß ich nicht.“

Die andere Kollegin blickt ihn an, hebt den Blick: „Ja, sie gehen links um die Ecke, bis nach hinten. Sie finden ihn ganz hinten in der Rubrik Wirtschaft.“

Er fängt an zu lachen.

Die Kassierin lacht mit. „Den merken Sie sich?“

„Ja“, sagt er, den merke ich mir. „Die Satire Zeitschrift in der Rubrik Wirtschaft! Der ist gut.“ Alle lachen.

Kurz danach bezahlt er die Zeitschrift. „Ich wünsche einen schönen Feierabend, wenn er dann kommt.“ Er verlässt mit einem Lachen im Gesicht den Kiosk.

Trennendes und doch nicht


Robert Merle – Hinter Glas – beschreibt das Milieu am Außenstandort der Sourbonne in der Nähe von Paris – Nanterre.. Er beschreibt die Lage des Standortes, die Erregung als Professoren an den Standort gingen, die Gänge und das Leben in der Cafeteria mit den Studenten, den Aissistenten un den Doktoren. Ein feinmaschiges Netz wird aufgezeigt. Es ist die Zeit der Studentenunruhen, die auch in Frankreich ihre Spuren lassen. Es werden die verschiedenen Studentengruppen, ihre Führer und Scheinführer beschrieben. Der Name Cohn Bendit taucht darin auf.

Es wird auch beschrieben wie das Studentenleben zwischen jungs und Mädchen und Mädchen und Jungs aussieht. Es wird wieder ein feines Netz zwischen den Herkünften der Studenten gewoben. Das Netz Uni verbindet die Ungleichen miteinander aus ihren eigenen Beweggründen.
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