Gewürze mörsern


Paul geht zu Peter in die Küche. Peter steht am Küchentisch und wählt Gewürze aus. Da sind Pfefferkörner, Koriander und eine Krume Kardamon. Paul schaut zu, wie Peter den Mörser nimmt und gleichmäßig die Gewürze zermörsert. Peter wedelt ein wenig mit der Hand die Luft zu Paul. Paul nimmt den würzigen Duft von Pfeffer wahr.

Paul fragt: „Machst Du das immer alles selbst?“
Peter antwortet, während er schaut ob die Würzmischung noch körnig genug ist: „Ja, das macht mir Spaß.“
Paul antwortet: „Da hast Du aber wenig Zeit für anderes.“
Peter schaut ihn an und sagt nichts. Ein Erstaunen und Sprachlosigkeit liegt auf seinem Gesicht. Peter tut die Würzmischung in das Essen.

Ein wenig später beginnt Peter zu erzählen: „Im Urlaub nutzte ich fertig zubereitete Gewürzmischungen. Nun, wieder zu Hause, mische und mörsere ich wieder selbst. Es scheint als ob ich weniger Gewürze benötige – das kann an der Frische liegen. Als ich die Gewürzmischung verwendete, schüttete ich noch ein wenig und noch ein wenig drauf. Bis es nach etwas schmeckte. Wenn ich selbst mische schmeckt es nie jeden Tag gleich. Ich wähle die Gewürze aus dem Gefühl heraus. Mal ein Pfefferkorn mehr, eins weniger. Mal kommt ein wenig Chilli dazu oder etwas Kurkuma, wenn ich es milder mag. Das hat mir im Urlaub gefehlt. Es gehört für mich dazu – eine Mahlzeit frisch zubereiten.“

Nun ist es Paul der schweigt und schaut.

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Sack Du


Ich fülle meinen Sack, mit vielen Dingen am Tage. Alles was um mich passiert stecke ich hinein. Das tue ich ganz still und leise. Das Lachen, den Scherz, die Blicke in die Augen, Ängste, Diskussionen, verlorene Dinge. Alles was verschwindet darin.

Diesen Sack trage ich dann mit mir herum. Und nach einigen Tagen auf Reisen – es sind jetzt wieder drei Wochen stehen dann auf dem Papier die Worte: ich sacke ab.

Welch Wort: absacken. Weiterlesen „Sack Du“