Wörter und Gedanken ohne Ende


Genügsam habe ich die Wörter in G.D. Roberts Buch Shantaram gelesen. Viele davon habe ich genossen, so manche habe ich veflucht. Und doch habe ich weitergelesen.

Ich durfte mich einlesen in eine historische Lebenweise in Bombay, heute Mumbay, die zwei Seiten von vielen Seiten des Lebens dort zeigte. Insbesondere zeigte sie mir im Slum Solidarität, Beistand, zu sich stehen, tun ohne zu lamentieren. Allmählich nahm die andere Seite mehr Raum ein. Am Ende hielten sich die Geschichten die Waage. Ich war dankbar, das ich mir auch die andere Seite bis zum Ende zu Gemüte führte. Ich lernte Ausgewogenheit kennen. Das Eine kann ohne das Andere nicht auskommen. Gut und Böse. Und ich schwärme von diesem Buch, es wurde Spiritualität gelebt ohne Klöster.

Ein Teil dieser Geschichte bleibt mir, zwei Monate nach dem letzten Wort dieses Buches, mehr als die vielen andern Momente, im Gedächtnis. Der indische Staatsbürger nimmt den Ausländer mit in sein Dorf. Die Körperfplege erfolgt in anderer Art und Weise als bei uns. Nie darf der Körper völlig entblößt werden. Die Empörung über die Nacktheit des Ausländers war eindringlich geschildert. Das mache einer mal. Der ausländische Bürger lernte diese Art.

Mich treibt die Frage um – wozu ist es so von Bedeutung die besonders die Intimstellen, aber auch oft die Haut, des Körpers vor anderen zu verbergen, zu schützen? Teilweise soll auch wenig Haut gezeigt werden. Dies treffe ich besonders in den fernöstlichen Religionen an. Und spezieller noch – warum tut der Gedanke dies zu tun mir gut?

Shantaram, Gregory David Roberts

PS: viele Wörter dieser Art sind zu finden:

Er wird schon darüber hinwegkommen, sagte ich mir, was auch immer auch da los ist. Außerdem habe ich nichts damit zu tun. doch die Lügen, die wir uns selbst auftischen, sind Geister, die uns in den leeren Nachtstunden heimsuchen. Und obwohl ich den Gedanken an Anand und den Slum verdrängte, spürte ich den Hauch dieser geisterhaften Lüge auf meinem Gesicht, als ich an jenem heißen Nachmittag den langen, belebten Causeway entlangging.

Verwobenes


Es war vor zwei Tagen. Meine Hirse wahr angesetzt und ich nahm das Buch in die Hand. Es ist besser, bei der Hirse zu sein, den guten Zeitpunkt des Köchelns abzuwarten und dann die Energie herunterzufahren, damit das Essen gedeihen kann..

In wenigen Zeilen schlägt Willigis Jäger, auf dene ersten Seiten „Über die Liebe“, die Brücke zwischen Anschauungen und Religionen. Als christlicher Mensch spricht er von den Geschichten Buddhas, von Meister Eckhart, dem Evangelium, den ZEN Mönchen. Er verwebt sie, so wie sie miteinander verwoben sind. Ich fühle mich zu Hause angekommen. Weiterlesen „Verwobenes“

Trennendes und doch nicht


Robert Merle – Hinter Glas – beschreibt das Milieu am Außenstandort der Sourbonne in der Nähe von Paris – Nanterre.. Er beschreibt die Lage des Standortes, die Erregung als Professoren an den Standort gingen, die Gänge und das Leben in der Cafeteria mit den Studenten, den Aissistenten un den Doktoren. Ein feinmaschiges Netz wird aufgezeigt. Es ist die Zeit der Studentenunruhen, die auch in Frankreich ihre Spuren lassen. Es werden die verschiedenen Studentengruppen, ihre Führer und Scheinführer beschrieben. Der Name Cohn Bendit taucht darin auf.

Es wird auch beschrieben wie das Studentenleben zwischen jungs und Mädchen und Mädchen und Jungs aussieht. Es wird wieder ein feines Netz zwischen den Herkünften der Studenten gewoben. Das Netz Uni verbindet die Ungleichen miteinander aus ihren eigenen Beweggründen.
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Die keine Grenzen kennen

Thomas Christian
Die keine Grenzen kennen - CoverNun schlägt es dreizehn. Gerade eben habe ich das obige Buch ausgelesen.

Am Bildschirm, es ist ein e-book. Das Lesen auf dem Bildschirm im Vollbildmouds und mit mehr als 50 cm Abstand zum Bildschirm (25 “ Diagonale) ist eine eigene Erfahrung.

Als ich fertig wahr, mit dem Lesen des Inhalts über Macht, Intrigen der Stasi, des KGB und Politiker des Landes, in dem ich lebe, stieß ich auf die folgende Nachricht: „Zweiter Strang von Ostsee-Pipeline Nord Stream freigegeben. … Schröder hatte das bilaterale Projekt 2005 mit Kremlchef W. Putin auf den Weg gebracht.“ (augsburger-allgemeine.de) Mir ist diese Verbindung schleierhaft, bei den undemokratischen Allüren, auch schon zu damaliger Zeit, von H. Putin. Weiterlesen „Die keine Grenzen kennen“